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Susanne Dettlaff - Porträt einer Imkerein aus Franken

Esskapaden - Der plärrer Gastroführer für Nürnberg, Fürth, Erlangen 2004/2005

Imkerei Dettlaff - Esskapaden 2004/2005

Mit Bienen hatte sie schon immer zu tun. Bereits ihr Großvater und Vater waren Imker. In diesem Umfeld wuchs bei Susanne Dettlaff schnell das Interesse am Imkern. Mit 14 Jahren besaß sie ihr erstes Bienenvolk. Gelernt hat sie dann aber noch einen "richtigen" Beruf: Dekorateurin. Schließlich kann kaum ein deutscher Imker nur vom Honig leben. Als sie wegen den Kindern eine Auszeit von ihrem Job nahm, imkerte sie ein wenig nebenbei. Aus dem Hobby wurde allmählich eine stattliche Imkerei:

Mit ihren über 55 Bienenvölkern zählt die 39-Jährige heute zu den wenigen Großimkern, die es in Deutschland gibt.

Trotzdem musste sie sich in schlechten Jahren auf das Gehalt ihres Ehemannes verlassen. Denn vom Verkauf eines Honigs freitags und samstags auf dem Erlanger Wochenmarkt alleine könnte sie nicht leben

Verteilt hat sie ihre Völker in einem Umkreis von 30 Kilometern rund um ihren Heimatort Frimmersdorf bei Höchstadt. Das bedeutet: Viel herumfahren und nach den einzelnen Stöcken sehen. Um speziellen Lindenhonig zu gewinnen, verlässt sie Bayern ab und an. Da packt sie dann rund zehn Bienenvölker ins Auto und karrt sie zu blühenden Linden in die neuen Bundesländer.

Was da entsteht, ist reiner Bienenhonig - naturbelassen und ohne Chemie.

Krankheiten im Bienenvolk behandelt Susanne Dettlaff mit natürlichen Stoffen. So bekämpft sie beispielsweise die schädliche Varroa-Milbe mit Thymianextrakt. "Dass keine Spritzmittel in den Honig kommen", erklärt Susanne Dettlaff, "verdanken wir den Bienen selbst". Wird nämlich der typische "Stammesgeruch" einer Biene von Pestiziden überdeckt, wird sie nicht mehr in den Stock gelassen. In stark belasteten Gegenden kann so ein Volk schnell zugrunde gehen. Vor allem Kleingärten richten oftmals durch unbedachtes Spritzen Schäden an. Doch das ist nicht das größte Problem. Susanne Dettlaff kennt die Schwierigkeiten, ein Naturprodukt in einem Industrieland zu gewinnen. Zunehmende Bebauung und Flurbereinigung, die den Bestand von blühenden Hecken und Sträuchern verkleinern, drängen die Bienen in immer kleinere Gebiete.

Susanne Dettlaff, Eichleite 15
Frimmersdorf, Tel.: 09193/9366

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